TV Beitrag ORF

Ich denke es ist Zeit das Thema “Sahara” abzuschließen und daher möchte ich hier noch abschließend den bisher gebrachten TV Beitrag auf ORF Sport+ posten und es dann gut sein lassen:

Beitrag ORFhttp://www.youtube.com/watch?v=hIr668Fyttc&context=C48814b0ADvjVQa1PpcFP0lc7T_LMn0FQ5m_azvn3RiJ_rym7R5eQ=

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100km del Sahara: Videoclip

Klaus hat bereits den ersten Videoclip (als Teaser) in You Tube gestellt.

Hier: http://www.youtube.com/watch?v=-bn_mw7l2k0

kann man ihn betrachten

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100km del Sahara: Resumée

Ich habe mir jetzt bewußt eine Woche Zeit gelassen, um die Ereignisse in Ruhe zu reflektieren. Sogar nach einer Woche “klingt die Woche in der Wüste noch nach” und irgendwie scheint mir, dass ich noch nicht zu 100% angekommen bin. Dennoch ist es mir ein Bedürfnis, meine gesammelte Eindrücke und Erfahrungen zusammen zu fassen

Zu allererst möchte ich die perfekte Organisation hervorheben. Gerade für so eine Reise mit vielen Unbekannten, ist es wichtig dasGefühl zu haben, dass man optimal betreut wird. Die Logistik (und hier allem voran die Versorgung) hat nicht nur einwandfrei funktioniert sondern war von einer Qualität die man in vielen Hotels vergeblich suchen würde. Auch der Ausfall unseres Abflughafens und die damit verbundene Notwendigkeit, unsere Chartermaschinen auf einen anderen Flughafen umzuleiten und auch die Reise dorthin für alle zu organisieren, wurde meisterhaft gelöst.

Der Lauf selber entsprach allen meinen Erwartungen was die Herausforderungen hinsichtlich Länge und und Gelände betraf. Überrascht war ich, dass es nicht die Kraft der Beine sondern die Haltbarkeit der Füße ist, die den offensichtlich limitierenden Faktor darstellt. Es ist jedenfalls eine gute Gelegenheit für einen “sanften” Einstieg in die Ultraszene. Schön war auch die Tatsache, dass die Stimmung unter den Teilnehmern total entspant und gar nicht unter leistungsdruck stehend, war. Obwohl viele Teilnehmer schon an etlichen Extrembewerben teilgenommen hatten, wurde nie damit geprotzt und es war genügend Raum für Spaß.

Es war jedenfalls ein äußerst beeindruckendes Erlebnis, dass ich nicht missen möchte und ich glaube – eine Woche danach – sagen zu können, dass mit das Thema “Ultraläufe” nicht mehr so leicht loslassen wird. Ich konnte mich bereits dabei ertappen, wie ich bereits gegoogelt habe, wann und wo die nächsten interessanten Bewerbe sein werden. Transalpin, UTMB (Ultra Rail Mont Blanc) etc. wurden bereits gefunden und für interessant befunden…. *g*

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100km del Sahara: Etappe 5 – Bir Lectaya nach Douz – 21km

In der Nacht vor der letzten Etappe kam wieder starker Wind und Regen auf. Zusätzlich wurde es wieder kälter. Die Nacht war daher entsprechend unruhig und das Aufstehen war – bedingt durch die Kälte, Nässe und die Schmerzen des Vortages – auch nicht besonders verlockend. Dennoch war die Aussicht auf die letzte Etappe und das Hotel (mit warmer Dusche) am Ende derselben doch sehr verlockend.

Aufgrund der Kälte entschloss ich mich mit langem Leiberl und Windjacke zu starten und viele taten es mir gleich. Nachdem wir wiederum das Gepäck abgegeben hatten, kuschelten sich alle noch im großen Essenszelt zusammen. Trotz der Müdigkeit aller und des schlechten Wetters kam nie schlechte Stimmung auf. Alle wirken hoch motiviert, lustig und verbreiten positive Stimmung. Kurz vor dem Start brach das Zelt dann auf Grund des Regens und des Sturmes auch noch zusammen und wir konnten es kaum erwarten zu starten.

Die Strecke war am Anfang “normal” (=kleine Dünen, Piste, auf und ab) allerdings hatten wir ständigen, massiven Gegenwind (weinviertlerisch: “stürmisch”) und trotzdem ging es mir die ersten 10km eigentlich noch gut und ich konnte ziemlich genau 6min/km als Tempo halten. Danach war es jedoch bald mal vorbei mit der Kraft und ich drosselte mein Tempo. Speziell die 5km langen großen Dünen vor dem Ziel waren eine echte Herausforderung (für Körper und Geist). Man konnte schon von weitem die Stadtmauer von Douz sehen, aber irgendwie kam sie nur schleichend näher.

Endlich war es dann soweit: der letzte KM auf einer asphaltierten Straße in Douz. Einmal noch um die Kurve und ich konnte das Ziel sehen. Ich hatte dem Team von “Sky Italy” versprochen beim Überqueren der Ziellinie “Oh Tannenbaum” zu singen und das tat ich dann auch bis mich die Emotionen dann doch packten und die Tränen flossen….. Die 2:20 für den Halbmarathon sind zwar nicht berauschend, aber es wäre erstens nicht schneller gegangen und zweitens zählt für mich vor allem die Gesamtzeit, die mit 11:33.33h den 49ten Platz von 134 Finishern bedeuteten und weit unter dem – für mich bereits sehr ambitioniert gesetzten – Ziel von unter 12 Stunden waren!

Alle Resultate (inkl. Etappenzeiten) gibt es hier: http://www.100kmdelsahara.com/classifica.php

Leider war es so kalt und naß, dass niemand lange im Zielgelände bleiben wollte, sondern nur unter die warme Dusche. Dafür wurde dann den gesamten Nachmittag bis 2:00 früh (unterbrochen von der Siegerehrung und dem Essen) gefeiert (auch das können AusdauerathletInnen ganz gut!). Ich habe nach dem 12ten Bier dann auch ein bißchen den Überblick über meinen Getränkekonsum verloren, möchte aber festhalten, dass ich mich selbst als beinahe nüchtern beurteilt hätte *g*

Originalkommentar (Englisch): http://www.100kmdelsahara.com/gara.php?day=6

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100km del Sahara: Etappe 4 – Bir el Ghif nach Bir Lectaya – 42,2km

Der Tag der Königsetappe ist angebrochen. Mit müden Beinen von den beiden Rennen am Vortag geht es zu Frühstück und zu den letzten Vorbereitungen. Es ist windstill und locker bewölkt! Endlich einmal etwas wärmer, kein Wind und kein Regen. Gute Voraussetzungen für die längste Etappe. Jeder mit dem man spricht, nimmt sich vor, das Ganze gelassen anzugehen und ich habe für mich das Ziel <5:00h gesetzt. Die Strecke ist relativ “normal”, d.h. keine großen (=>30m) Dünen sondern normale Sandhügel und eine sehr lange (ca. 5km) Gerade (Straße).

Wir starten in 3 Blöcken (8:30, 9:30, 10:30) und ich bin in Block 2, was ideal ist, da man in der Früh keinen Streß hat, aber auch nicht ewig warten muß. Nach dem Start habe ich von Anfang an gleich einen guten Rythmus gefunden und bin zwischendurch bis km 18 (erste Verpflegungsstation) mit Claudia Gehrling (der späteren dritten der Frauenwertung) gelaufen. Bei der Labestation habe ich dann nachgetankt, einen PowerBar ausgepackt und mir eine Handvoll Datteln genommen und machte mich auf die lange Gerade. Während ich also meine Datteln und meinen PowerBar esse, merke ich, dass ich ein echt gutes Tempo habe und einen Läufer nach dem anderen überhole. Noch viel besser wird es dann als wir wieder ins Gelände abbiegen wo ich wieder einige Läufer (mittlerweilen oft eher Geher) überholen kann. Summa Summarum war der Abschnitt km18 bis km33 einfach genial und ich hatte einen richtigen Flow. Ab km 33 (2. Labestelle) ging es dann aber doch bergab (mit mir, nicht dem Gelände *g*) und ich mußte Tempo zurücknehmen. Als mich dann bei km35 zuerst Thomas (der eine Stunde später gestartet war) und 2km später der spätere Sieger (ein Spanier) recht locker überholen, trägt dies auch nicht gerade zu meiner Laune bei. Mittlerweilen sind die Schmerzen in den Beinen und Füßen schon echt heftig und ich habe keine Idee, wie ich da noch am nächsten Tag weiter laufen soll. War aber nicht so wichtig, denn jetzt wollte ich erst mal finishen. Gegen Ende wurde das gelände wieder schwieriger und als ich den Zielbogen endlich sehen konnte, war ich echt schon den Tränen nahe (die im Ziel dann auch flossen). Schließlich lief ich als 39ter mit einer Zeit von 4:42 weit unter meiner gesteckten Zeitvorgabe ins Ziel. Absolut happy mit dieser Leistung lies ich dann noch den medizinischen Test und die Verartzung meiner Blasen über mich ergehen.

Am Abend gab es dann wiederum perfektes Essen (wie jeden Tag) inkl. frischer(!) Lasagne und Prosecco für jeden als kleine Siegesfeier. Humpelnd ging es dann ab ins Zelt mit einem großen Fragezeichen wie das wohl am nächsten Tag werden wird.

Originalkommentar (Englisch): http://www.100kmdelsahara.com/gara.php?day=5

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100km del Sahara: Etappe 3 – Bir El Ghif Nachtetappe – 7km

Noch am gleichen Tag wie die 15 km war auch die Nachtetappe vorgesehen. Start war um 21:00 wobei in verkehrter Reihenfolge im 2er Pärchen mit 30 Sekunden Abstand los gelassen wurden. Das Laufen im Dunkel (nur mit Stirnlampe) in so einem Gelände ist eine ziemliche Konzentrationssache. Zusätzliche hatte zwar der Wind aufgehört aber es war doch so kalt, dass im mit langem Leiberl und Windjacke gelaufen bin. Durch den gesatffelten Start wurde es für mich ein richtiges “Jagdrennen”. Ich wollte immer jemanden vor mir einholen und wurde immer schneller (obowhl ich wußte, dass am nächsten Tag der Marathon bevor stand…). Schließlich war es ein richtig geiles Rennen und mit 39:14min für die 7km verbesserte ich mich auf Platz 58. Am Ende war ich aber dann sehr unsicher, was der nächste Tag bringen würde, wobei das schlimme eigentlich die Nacht mit -4° Grad war. Meine Jacke und mein Leiberl waren inder Früh nicht trocken sondern gefroren….

Originalkommentar (Englisch): http://www.100kmdelsahara.com/gara.php?day=4

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100km del Sahara: Etappe 2 Camp Bibene – Bir el Ghif – 15km

Am Ende der ersten Etappe bezogen wir unser Beduinen Zelt das wir uns mit 4 Italienern teilten. Durch den ständigen Wind war alles voller Sand (damit hatte ich gerechnet) aber die zunehmende Kälte zwang einem alles was man mit hatte, anzuziehen. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf (bedingt durch den Wind, Regen und die zunehmende Kälte) ging es auf die 2. Etappe die als kurz (15km) und flach (relativ) beschrieben wurde.

War die erste Etappe noch eher ein Lauf wurde die 2te Etappe bereits mehr zu einem Rennen. Alle liefen es sehr flott an und da wollte ich auch nicht hinten bleiben und lies mich nicht nur mitziehen sondern sogar Tempo machen. Über die 5:36min/km Schnitt für die 15km war ich sehr überrascht, da ich dies eigentlich nicht vor hatte und im Gelände unter diesen Bedingungen auch nie damit gerechnet hätte. Der Preis? Noch mehr Blasen!

Originalkommentar (Englisch): http://www.100kmdelsahara.com/gara.php?day=3

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